Wie entsteht ein diabetisches Fußssyndrom?

Das DFS entsteht primär durch ein komplexes  Zusammenwirken von diabetischen Folgeerkrankungen:

  • Diabetische Neuropathie
  • Biochemische Fehlbelastungen
  • Diabetische Angiopathie (Durchblutungsstörung)
  • Metabolisches Syndrom
  • Infektionen
  • Hautveränderungen

Es ist daher ein Ergebnis aus Nervenstörungen, Durchblutungsstörungen und mechanischem Trauma.

Bei mehr als 50% der Fälle liegt eine relevante pAVK (Durchblutungsstörungen) vor!

Wie kann ein diabetisches Fußsyndrom behandelt werden?

Die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms umfasst die konsequente Druckentlastung und Minderbelastung des betroffenen Fußes sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Durchblutung. Hier kann zum Beispiel druckentlastendes, orthopädisches Schuhwerk im Zusammenhang mit einer Gehschulung eingesetzt werden. Eine gute Stoffwechseleinstellung, insbesondere des Blutzuckers, unterstützt zusätzlich die Wundheilung.
 
Ergänzend sind eine lokale Wundbehandlung, ein gezieltes Infektionsmanagement sowie regelmäßige Hautpflege und podologische Versorgung wichtig. Generell sollte auf ein gutes Exsudatmanagement geachtet werden, um Leckagen und Mazerationen sowie das Risiko einer Wundinfektion zu vermeiden. Hier können Schaumverbände wie der Biatain® Silicone gut eingesetzt werden. Außerdem ist es wichtig, eine Wundspüllösung für eine effektive Wundreinigung einzusetzen. 
 
Hinweis: Eine feuchte Wundtherapie sollte nur bei ausreichend gesicherter Durchblutung erfolgen.